POLITIK & AKTIVISMUS

Ich brenne für Politik. Nicht nur, weil die Arbeit so viel Spaß macht, sondern weil sie notwendig ist. Ich glaube an gesellschaftliche Veränderungen, die von unten kommen und die von starken sozialen Bewegungen getragen werden. Ich kämpfe für eine Welt, die demokratischer, ökologischer und gerechter ist. Denn im Moment leben wir in einer von Konkurrenz, Profit und Ungerechtigkeiten geprägten Gesellschaft, die auf Kosten anderer lebt. Ich glaube, dass genug für alle da ist, dass aber der Wohlstand ungleich verteilt ist. Ich glaube, dass Wirtschaft den Menschen dienen sollte und sich den planetaren Grenzen beugen sollte, nicht andersrum. Ich glaube, dass Menschen sich gegen Ungerechtigkeiten zusammenschließen und ermächtigen können. Da ich selbst in mehrfacher Hinsicht sehr privilegiert bin, sehe ich es als Pflicht an, sich für andere einzusetzen.  Politik wird aber nicht von Einzelnen gemacht. Ich danke daher allen meinen Gefährt*innen, Kompliz*innen und Freund*innen für ihren unermüdlichen Einsatz und das gemeinsame Lernen voneinander.

Ich bin in einer politischen Familie groß geworden und so war es für mich normal, beim Abendessen über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Dabei prägten mich ein kritischer Blick auf die herrschenden Verhältnisse sowie ein großer Sinn für politische Gerechtigkeit. Ich habe dann nach dem Abitur und einer längeren Lateinamerikareise in Berlin Politikwissenschaften, Spanische Philologie mit Lateinamerikanistik und Erziehungswissenschaften studiert. Das Studium habe ich mit dem Master in Politikwissenschaften beendet. Meine Schwerpunkte lagen hier auf internationalen Beziehungen, der Friedens- und Konfliktforschung sowie Umweltpolitik. Darüber hinaus habe ich mich während des Studiums vor allem mit kritischer Theorie, Feminismen und postkolonialen Perspektiven beschäftigt.

Kurz nach dem Studium habe ich bei einer Umwelt-NGO gearbeitet, wo ich zunächst Kampagnen und die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreute. In den folgenden Projektleitungen war ich für die Themen Postwachstum, sozial-ökologische Transformation, Klima und Energie sowie den Dialog mit Gewerkschaften zuständig. Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich außerdem die Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig mitorganisiert, meine Organisation in Netzwerktreffen und Bündnissen vertreten und an einer Fortbildung zum Smart CSO Change Agent teilgenommen.

Mir war es immer wichtig, sich auch ehrenamtlich in basisdemokratischen Gruppen politisch zu engagieren. Zuletzt habe ich mich im Bündnis „Ende Gelände“ für einen Braunkohleausstieg in Deutschland eingesetzt. Ich habe hier die Pressearbeit mitorganisiert und war im Jahr 2017 eine der Pressesprecherinnen des Kampagne.

When we speak, we are afraid our words will not be heard or welcomed. But when we are silent, we are still afraid. So it is better to speak. 

Audre Lorde