Themen und Formate

Zu folgenden Themen biete ich gerne Workshops an, schreibe Texte, diskutiere dazu auf Podien oder entwerfe Keynotes oder Vorträge:

Klimagerechtigkeit

Sozial-ökologische Transformation // Degrowth // Postwachstum

Transformation in Nichtregierungsorganisationen

Ziviler Ungehorsam

Braunkohle in Deutschland

Allianzen mit Gewerkschaften

Feminismus

Das Thema oder Format kann aber auch ein ganz anderes sein und die Themen kombiniere ich auch gern. Im Prinzip sind alle Veranstaltungen mit mir auf das jeweilige Zielpublikum und den Auftraggeber zugeschnitten. Ich spreche Deutsch, Englisch und Spanisch fließend. Für Gruppen ganz ohne Geld arbeite ich nach Möglichkeit auch gerne für ein Fahrtgeld oder kostenlos.

 

Klimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit ist eine Forderung von Akteuren aus dem Globalen Süden, die wenig bis nichts zur Klimakrise beigetragen haben, aber am meisten unter den katastrophalen Folgen zu leiden haben. In der Klimakrise wird deutlich, dass wir es hier mit einer globalen sozialen Ungerechtigkeit und nicht nur mit einer ökologischen Krise zu tun haben. Mit Klimagerechtigkeit ist die Forderung verknüpft, dass industrialisierte Nationen ihre Treibhausgasemissionen stark reduzieren und ärmere Länder bei der Abfederung der Folgen unterstützen. Für industrialisierte Länder kann dies nur einen sofortigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, einen Umbau der Wirtschaftsordnung und damit einen drastischen gesellschaftlichen Wandel bedeuten.

Sozial-ökologische Transformation // Degrowth // Postwachstum

Unsere Wirtschaftsform, die unendliches Wachstum voraussetzt, kann auf einem begrenzten Planeten nicht nachhaltig sein. Das aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Leitprinzip bedingt und befördert eine Konkurrenz zwischen allen Menschen und zerstört unsere natürlichen Lebensgrundlagen sowie die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Unter Degrowth oder Postwachstum werden theoretische und praktische Ansätze für eine Gesellschaft verstanden, die das Wohl aller zum Ziel hat und dabei die ökologischen Lebensgrundlagen erhält. Zudem muss eine sozial-ökologische Transformation nicht nur die ökologischen Grenzen unseres Planeten respektieren, sondern auch für mehr soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe sorgen. Dafür sind eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschaftsweise und ein umfassender kultureller Wandel notwendig, um eine Gesellschaft zu schaffen, die auf Respekt, Achtsamkeit, Solidarität und Kooperation beruht.

There must exist a paradigm, a practical model for social change that includes an understanding of ways to transform consciousness that are linked to efforts to transform structures.

bell hooks

Transformation in Nichtregierungsorganisationen

Durch meine Weiterbildung als Smart CSO Change Agent habe ich einen kritischen Blick auf die Ausrichtung der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) entwickeln können. Meistens arbeiten NGOs an einzelnen Themen und Schwerpunkten und spitzen diese in Kampagnen zu. Auch wenn dies immer wieder erfolgreich scheint, scheinen viele Kämpfe verloren und sie arbeiten selten vernetzt an Themen oder an systemverändernden Fragen. Der Ansatz von Smart CSO ist es,  die eigene Wirkung aus der Perspektive einer notwendigen sozial-ökologischen Transformation zu betrachten und die eigenen Schwerpunkte und Arbeitsweisen damit zu verändern, um gesellschaftlichen Wandel zu ermöglichen. Dazu gehört nicht zuletzt, dass auch die Mitarbeiter*innen mit sich und ihren Ressourcen nachhaltiger umgehen – gerade in einem Umfeld, in dem es immer brennt.

We have won so many battles, but we are loosing the planet. It is important to ask why.

Ziviler Ungehorsam

Viele wichtige gesellschaftliche Veränderungen sind in der Vergangenheit von mutigen Menschen errungen worden, die bereit waren, kleinere Gesetze zu brechen, um sich gegen ein höheres Unrecht zu stellen. In kolonialen Befreiungskämpfen, in den Freiheitskämpfen der Schwarzen in den USA und Südafrika, in den Frauenbewegungen sowie in Umweltbewegungen gehörten Aktionen zivilen Ungehorsams immer wieder zu legitimen Mitteln, um Widerstand zu leisten und sich gegen Ungerechtigkeiten einzusetzen. Ziviler Ungehorsam von diesen mutigen Menschen hat also dafür gesorgt, dass wir heute viele Rechte haben, die es vorher nicht selbstverständlich gegeben hat.  Ich kenne mich mit dem theoretischen Hintergrund zu zivilem Ungehorsam sowie mit den praktischen Seiten politischer Aktionen aus.

Braunkohle in Deutschland

In Deutschland wird noch fast ein Viertel des Stroms aus der Braunkohle gewonnen. Braunkohle ist die schmutzigste und klimaschädlichste Art der Stromerzeugung und trägt damit maßgeblich zur Klimakrise bei. Das große Rheinische Revier gehört zu den größten CO2-Quellen Europas. Darüber hinaus werden für den Abbau der Kohle immer noch Wälder abgeholzt, Dörfer abgerissen und Menschen umgesiedelt. Dabei wird in Deutschland so viel Strom produziert, dass er exportiert werden muss – der Strom wird also in einem Land mit einem überdurchschnittlich hohen Stromkonsum nicht gebraucht. Angesichts der massiven lokalen Umweltzerstörung und den Auswirkungen auf das globale Klima muss Deutschland sofort aus der Kohle aussteigen – mit sozial gerechten Lösungen für die Arbeiter*innen in den Gruben und den Menschen vor Ort.

Allianzen mit Gewerkschaften

Über meine Projektarbeit sowie über mein ehrenamtliches Engagement habe ich an verschiedenen Stellen Dialoge mit Gewerkschaften aufgebaut. Für eine sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft ist es wichtig neue, auch ungewöhnliche Allianzen zu bilden. Die Klima- und Umweltbewegung ist oftmals blind für soziale Fragen, gleichzeitig spielen in den Gewerkschaften ökologische Fragen bisher nur eine sehr kleine Rolle. Insofern ist es mir ein sehr wichtiges Anliegen, diese Fragen stärker zusammenzudenken und Akteure aus beiden Bewegungen zusammenzubringen. Ökologische Nachhaltigkeit muss immer mit sozialer Gerechtigkeit einhergehen und die materielle Absicherung von Menschen darf nicht über die Grenzen des Planeten gehen.

Feminismus

I call myself a feminist when people ask me if I am, and of course I am ’cause it’s about equality, so I hope everyone is. You know you’re working in a patriarchal society when the word “feminist” has a weird connotation.

Ellen Page

Ja, ich bin überzeugte Feminist*in. Weil Feminismus geil ist, weil Feminismus für Geschlechtergerechtigkeit steht, weil Feminismus intersektional denkt, weil Feminismus Allianzen bildet, weil kein Mensch Sexismus erleben soll, weil Schönheitsideale anstrengend sind, weil niemand andere klein machen muss um sich selbst groß zu fühlen, weil wir uns gegenseitig unterstützen sollten, weil Feminismus geil ist, weil wir uns laut wehren müssen, weil ich genauso viel wert bin, weil ich nicht reduziert werden möchte, weil Weinstein und Brüderle keine Ausnahmen sind, weil Macker nerven, weil auch Männer* nicht immer stark sein müssen, weil alle gehört werden sollten, weil Feminismus geil ist, weil…