YOGA

अथ योगानुशासनम्

atha yoga-anuśāsanam

Hier und Jetzt ist Yoga, wie es in der Natur beobachtet und erfahren wurde.

Was mir Yoga bedeutet

Ich war nie besonders sportlich, doch Yoga hat mich schon als Teenager fasziniert und so übte ich jahrelang mit einem Hippiebuch aus den 70ern zu Hause völlig freestyle. Nach einer schweren Rückenverletzung mit Anfang 20 habe ich mich an Yogalehrer*innen gewendet und von ihnen nicht nur Heilung für meinen Rücken erfahren, sondern auch gelernt, dass Yoga so viel mehr ist als ein hipper Sport. Die körperlichen Übungen sind vielmehr ein Tor, um Zugang zu verborgenen Schichten in uns zu erhalten.

Yoga ist seit über einem Jahrzehnt mein Anker. Es erdet mich, lässt mich meinen Atem spüren, bringt mich ins Hier und Jetzt. Die Praxis lässt mich vor all dem verneigen, was größer ist als ich selbst. Am Yoga fasziniert mich das Finden ohne Suchen, der Frieden ohne Kampf und das Gegenwärtige der uralten Schriften.

Ganz besonders wichtig ist mir, dass Yoga eine Haltung ist. Die Schriften des Yoga besagen, dass das Ziel von Yoga Befreiung, Verbindung und Erkenntnis ist und sie geben uns dafür Handlungsempfehlungen mit. Daher reicht es für mich nicht aus, ein paar Yogaübungen auf der Matte zu machen. Wegen unserer privilegierten Position und aus Mitgefühl können wir uns aktiv für eine andere Welt ohne Konkurrenz, Macht und Gewalt einsetzen. Auch deshalb bin ich politisch aktiv und setze mich vor allem für Klimagerechtigkeit und eine sozial-ökologische Transformation dieser Gesellschaft ein. Denn dieser Planet liegt mir sehr am Herzen und soziale Ungerechtigkeiten kann ich nicht wegatmen.

Meine Ausbildung

Ich selbst habe nach vielen Jahren der Praxis von Jivamukti Yoga Ende 2013 die Jivamukti Yoga Lehrerausbildung bei Yogeswari und Dr. Patrick Broome, Sharon Gannon und David Life  am Chiemsee auf der Fraueninsel absolviert. Bei dieser Yogamethode haben mich der spirituellen Aktivismus und der Fokus auf Mitgefühl am meisten angesprochen. Danach habe ich mich bei Moritz Ulrich weiterbilden lassen und bis heute besuche ich regelmäßig Workshops und Weiterbildungen. Im Sommer 2016 habe ich die Prüfung zur Advanced Certified Jivamukti Lehrerin bestanden.

Gurus und Lehrer*innen begegnen mir aber überall – manchmal auch in der U-Bahn oder beim Späti oder im Wald – und ich bin ihnen allen dankbar. Die wichtigsten Lehrer*innen sind mir aber meine Schüler*innen, die mir ihr Vertrauen schenken und mit denen ich wachsen kann. Für mich persönlich ist die eigene tägliche Meditations- und Yogapraxis die zentralste Grundlage, um eine gute Lehrerin für andere sein zu können. Nur so kann ich spüren, was ich lehre. Nur so kann ich wissen, durch was wir durch müssen. Nur so kann ich das Potential zur Erleuchtung in allen sehen.

Wie ich unterrichte

Ich unterrichte Jivamukti Yoga. Mein Unterricht basiert daher auf den fünf Säulen Ahimsa (Gewaltfreiheit), Shastra (Studium der Schriften), Bhakti (Hingabe), Dhyana (Meditation) und Nada (Klang). Die Asanas sind fließend, kraftvoll und herausfordernd, die offenen Klassen widmen sich meist einem Aspekt der Yogaphilosophie. Zudem nutze ich Musik zur Unterstützung in der Yogapraxis. Ich unterrichte vorrangig mit meiner Stimme und mit meinen Händen durch Assists (Hilfestellungen). Ich kann in deutscher und englischer Sprache unterrichten. Jivamukti Yoga ist meine Basis, ich passe meinen Unterricht aber an die jeweiligen Bedürfnisse meiner Schüler*innen an.

Für mich ist es eine große Ehre und ein unglaubliches Geschenk, Yoga unterrichten zu dürfen.

Ich verneige mich vor allen, die mir diese Ehre erweisen.